Beim Saisonfinale der ADAC GT Masters auf dem Hockenheimring lagen Freud und Leid für Luca Stolz eng beisammen. So gelang es dem 20-jährigen Brachbacher zunächst mit einer annähernd perfekten Runde im Qualifying den Bentley Continental GT3 auf die Pole Position zustellen. Im Rennen folgte dann jedoch nach einem technisch bedingten Ausfall bereits früh die Ernüchterung.

„Wir haben in dieser Saison teamintern wirklich viele Höhen und Tiefen erlebt. Das Saisonfinale hier in Hockenheim war noch einmal im wahrsten Sinne des Wortes ein Spiegelbild dessen“, resümierte Stolz, der von Beginn an glänzend mit dem 4,574 km langen Kurs zurechtkam. So belegte der Brachbacher gemeinsam mit seinem Teamgefährten Tom Dillmann bereits in den beiden freien Trainingssitzungen die Plätze zwei und drei. Im anschließenden Qualifying konnte Luca Stolz sogar noch einmal ein wenig zulegen und den Bentley Continental GT3 zum zweiten Mal in dieser Saison auf die Pole Position stellen.

„Ich freue sehr, dass es im Qualifying zur Bestzeit gereicht hat. Nach der Pole Position beim Saisonauftakt in Oschersleben schließt sich damit zum Jahresende gewissermaßen der Kreis. Die Performance unseres Bentley Continental GT3 war hier in Hockenheim von Anfang an sehr gut und ich hoffe, dass wir die starke Leistung nun ins Rennen übertragen können“, so Stolz, der auch beim Start die Führung erfolgreich verteidigen konnte. Mit schnellen Rundenzeiten baute der Brachbacher seinen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz kontinuierlich aus, ehe er im vierten Umlauf den Bentley Continental GT3 nach einem technischen Defekt vorzeitig abstellen musste. „Wenn man in Führung liegend ausscheidet und bis zu diesem Zeitpunkt wirklich alles im Griff gehabt hat, ist ein Ausfall natürlich extrem schade. Heute wäre sicherlich der Gesamtsieg in Reichweite gewesen“, ärgerte sich Stolz.

Das zweite Rennen am Sonntag wurde von schwierigen Mischbedingungen geprägt. So setzten in verschiedenen Streckenteilen leichte Regenschauer ein. Umso schwieriger war es für Luca Stolz und seinen Teamgefährten Tom Dillmann sich von der 13. Startposition aus entscheidend nach vorne arbeiten zu können. Am Ende wurde das Fahrerduo auf der elften Position und damit knapp außerhalb der Punkte gewertet.

„Nachdem das Wochenende so vielversprechend begonnen hatte, hätten wir uns natürlich einen schöneren Saisonabschluss gewünscht. Dennoch glaube ich, dass wir uns trotz des wechselhaften Saisonverlaufes im Premierenjahr mit dem Bentley Continental GT3 in der ADAC GT Masters sehr gut geschlagen haben. Mein persönliches Saisonhighlight war natürlich der Sieg beim Auftaktrennen in Oschersleben. An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal ganz herzlich beim gesamten Bentley Team HTP sowie bei meinen Teamkollegen, die mich über das Jahr hinweg unterstützt haben, bedanken. Ihr habt wirklich einen hervorragenden Job gemacht.“ In der Gesamtwertung der ADAC GT Masters belegt Luca Stolz schlussendlich den neunten Platz.