Beim Gastspiel der ADAC GT Masters an der niederländischen Nordseeküste in Zandvoort verpasste Luca Stolz nach einem Wimpernschlagfinale nur hauchdünn das Podium. Im Samstagsrennen fehlten dem Brachbacher mit dem Bentley Continental GT3 am Ende gerade einmal sechs Zehntelsekunden. Dennoch konnte er mit dem vierten Platz sowie dem neunten Rang im Sonntagsrennen doppelt in die Punkte fahren.

Es ist extrem schade, denn an diesem Wochenende wäre für uns einiges mehr möglich gewesen. Unser Bentley Continental GT3 lag hier auf der Strecke in Zandvoort sehr gut, allerdings war das Glück dieses Mal nicht ganz auf unserer Seite“, so Stolz, der das Rennen am Samstag von der siebten Startposition aus in Angriff nahm. Und schon die Anfangsphase sollte es in sich haben. So lieferte sich der 20-jährige Bentley Pilot einen heißen Zweikampf mit der Konkurrenz, allen voran mit einem der beiden Nissan GT-R von MRS Racing.

„Auf dem Kurs in Zandvoort ist es alles andere als einfach zu überholen. Daher haben wir uns im Vergleich zur Konkurrenz dazu entschieden, möglichst lange draußen zu bleiben, um die freie Strecke ausnutzen zu können. Die Taktik ist absolut aufgegangen“, freute sich Stolz. Dank konstant schneller Rundenzeiten des Brachbachers und eines perfekt getimten Boxenstopps des Bentley Team HTP fand sich die Mannschaft zu Rennmitte auf der dritten Position im Gesamtklassement wieder. Stolz Teamkollege Tom Dillmann, der sein erstes ADAC GT Masters Rennen in der laufenden Saison bestritt, konnte im zweiten Teil des Rennens an die starke Leistung anknüpfen und bis kurz vor Schluss den Platz auf dem Podium verteidigen.

„Tom war sehr gut unterwegs, leider haben allerdings unsere Reifen in der Endphase ein wenig abgebaut und er musste noch einen Kontrahenten ziehen lassen. Sicherlich ist der vierte Platz auch ein gutes Ergebnis, aber wenn man einen Podestplatz vor Augen hatte, überwiegt natürlich die Enttäuschung. Jetzt bin ich gespannt, was wir im Sonntagsrennen erreichen können“, so Stolz. Doch die Ausgangsposition war mit dem 13. Startplatz hier alles andere als ideal. Aus diesem Grunde wählte das Bentley Team HTP erneut eine andere Strategie als die Konkurrenz.

„Wir wollten dieses Mal mit einem frühen Boxenstopp Zeit und Positionen gutmachen, doch leider ging dieser Plan nicht auf. Nach der Outlap hatte ich sehr viel Verkehr und wurde aufgehalten, was uns schlussendlich das Rennen gekostet hat, sonst wären wir sicherlich im Mittelfeld ins Ziel gekommen“, so Stolz, der schlussendlich gemeinsam mit Tom Dillmann den neunten Platz einfahren und sich damit immerhin noch ein paar Punkte für die Meisterschaft sichern konnte. Vor dem Saisonfinale der ADAC GT Masters in Hockenheim vom 02.-04. Oktober 2015 liegt Luca Stolz in der Meisterschaftstabelle nun auf dem sechsten Platz.

„Wir werden in Hockenheim noch einmal alles geben und versuchen, die Saison mit zwei Top-Ergebnissen zu beenden. Vielleicht kann ich mich dann in der Gesamtwertung auch noch einmal ein wenig verbessern.“