Im Rahmen des fünften Saisonlaufes zur VLN Langstreckenmeisterschaft gab Luca Stolz sein Comeback auf der Nürburgring Nordschleife. Der 22-jährige Brachbacher teilte sich den Mercedes-AMG GT3 von Haribo Racing mit Renger van der Zande sowie Edward Sandström und belegte beim 6-Stunden-Rennen den vierten Platz im Gesamtklassement. Nur elf Sekunden fehlten Stolz am Ende zu seinem ersten Podiumsplatz in der VLN.

„Wenn man nach sechs Stunden so knapp das Podium verfehlt, ist man natürlich schon ein wenig enttäuscht. Trotzdem haben wir über das gesamte Wochenende hinweg eine starke Performance gezeigt, mit der wir sehr zufrieden zu sein können“, so der Brachbacher, der recht kurzfristig zu diesem Einsatz kam. „Ich wollte in dieser Saison auf jeden Fall noch einmal im Rahmen der VLN an den Start gehen. Dass es schon bei diesem Lauf so weit sein würde, war nicht unbedingt geplant. Als ich unter der Woche gefragt wurde, habe ich aber natürlich direkt zugesagt und mich sehr über dieses spontane Engagement gefreut. Das 6-Stunden-Rennen ist schließlich auch das Saisonhighlight der VLN.“

Gemeinsam mit seinen beiden Teamgefährten konnte Luca Stolz von Beginn an das Geschehen an der Spitze des Gesamtklassements mitbestimmen. Schon im 90-minütigen Qualifying zeigte die Mannschaft eine starke Leistung und konnte kurz vor Ablauf der Session auf den zweiten Startplatz fahren. Nur sechs Tausendstelsekunden fehlten am Ende auf die Pole Position. „Renger hat eine sehr gute Runde erwischt und uns in eine gute Ausgangsposition gebracht. Ich denke, dass wir ein spannendes Rennen erleben werden, denn die Zeiten sind extrem dicht beisammen.“

Mit dieser Aussage sollte Luca Stolz auch Recht behalten. Schon kurz nach dem Start kam es zu imposanten Duellen an der Spitze, bei denen der Mercedes-AMG GT3 von Haribo Racing zunächst auch die Oberhand behalten sollte. „Es ging sehr gut los für uns, denn wir konnten mit einem glänzenden Start den Polesetter Porsche von Falken Motorsports überholen. Leider haben wir jedoch im weiteren Rennverlauf eine Stopp-and-Go-Strafe wegen eines zu kurzen Boxenstopps bekommen und sind dadurch etwas zurückgefallen.“

Doch die Mannschaft rund um Luca Stolz steckte nicht auf und kämpfte bei schwierig wechselhaften Witterungsbedingungen bis zum Schluss um das Podium. Nach Ablauf der sechsstündigen Renndistanz fehlten dem Team allerdings rund elf Sekunden auf das Treppchen. „Natürlich war heute viel mehr für uns möglich. Ich denke aber auch, dass der vierte Platz bei diesen wechselhaften Bedingungen unter dem Strich ein solides Ergebnis ist“, bilanzierte Stolz.