Bei der drittletzten Saisonstation der ADAC GT Masters auf dem Sachsenring verpasste Luca Stolz nur hauchdünn das Podium. Im Sonntagsrennen legte der Brachbacher vor vollbesetzten Zuschauerrängen eine glänzende Aufholjagd an den Tag und lieferte sich in der Endphase ein faszinierendes Duell um den dritten Platz mit dem Porsche 911 GT3 R von Schütz Motorsport. Schlussendlich fehlten dem 20-Jährigen Bentley Piloten gerade einmal drei Zehntelsekunden.

„Ich habe alles versucht um in der Endphase des Rennens noch an Martin Ragginger vorbeizugehen und ihn dabei mächtig unter Druck gesetzt. Leider hat es jedoch nicht mehr ganz zu unserem dritten Podestplatz in dieser Saison gereicht und wir mussten uns mit dem vierten Platz zufrieden geben“, erklärte Luca Stolz nach der Zieldurchfahrt.

Zusammen mit seinem Teamgefährten Maximilian Buhk, der an diesem Wochenende ein Gastspiel in der ADAC GT Masters absolvierte, zeigte der Brachbacher auf dem Sachsenring eine starke Performance. Bereits im Samstagsrennen konnte Luca Stolz von der achten Startposition aus Platz um Platz gutmachen. Der 3,645 km lange Kurs, der für seine zahlreichen Bergauf-und Bergabpassagen bekannt ist, kam dabei dem Bentley Continental GT3 entgegen.

„Unsere Pace war wirklich sehr gut. Speziell im zweiten und dritten Sektor konnten wir von unserem Abtrieb profitieren und Runde um Runde Zeit auf die Konkurrenz gutmachen“, so Stolz, der sich bis zum Pflichtboxenstopp Mitte des Rennens bereits in die Top 5 vorgekämpft hatte. Ein technisches Problem sollte allerdings kurz nach dem Fahrerwechsel eine Spitzenposition verhindern. „Maxi ist nach einem ABS-Bremsproblem ins Kies gerutscht. Dabei wurde die Lichtmaschine an unserem Fahrzeug beschädigt und wir mussten das Fahrzeug leider vorzeitig abstellen. Nach dem tollen Beginn ist dieser Ausfall natürlich extrem ärgerlich. Jetzt ruhen unsere Hoffnungen auf das zweite Rennen“, erklärte Stolz im Anschluss.

Am Sonntag war die Ausgangsposition identisch. Erneut ging es für die beiden Piloten des Bentley Team HTP vom achten Startplatz aus ins einstündige Rennen. „Maxi hat einen glänzenden ersten Stint gezeigt und konnte einige Plätze gutmachen. Zudem ist dem Bentley Team HTP wieder einmal ein perfekt getimter Boxenstopp gelungen. Als ich auf die Strecke zurückkam wusste ich, dass mit ein wenig Glück sogar noch das Podium in Reichweite ist“, so Stolz weiter. Der Brachbacher konnte sich mit schnellen Rundenzeiten sukzessive an den Porsche 911 GT3 R von Schütz Motorsport, der im Rennen an der dritten Stelle lag, herankämpfen. Es entbrannte ein imposanter Zweikampf zwischen den beiden Fahrzeugen um das Podium.

„Es war ein schönes Duell zwischen uns. Ich war auf der Strecke ein wenig schneller als der Porsche und habe daher natürlich versucht, irgendwie an ihm vorbei zukommen. Als er einen kleinen Fehler gemacht hat, wollte ich diesen ausnutzen und konnte mich beim Herausbeschleunigen aus einer Kurve neben ihn setzen. Leider wurde er dabei etwas herausgedrängt, sodass ich die gewonnene Position auf Anweisung der Rennleitung wieder hergeben musste“, so Stolz, der bis ins Ziel weitere Angriffe auf den Porsche starten konnte, sich aber schlussendlich knapp gegen diesen geschlagen geben musste. Durch den vierten Platz im zweiten Rennen auf dem Sachsenring konnte der 20-Jährige weitere Punkte für die Gesamtwertung in der ADAC GT Masters sammeln. Der Brachbacher liegt nun auf dem sechsten Tabellenrang.