Bei der zweiten Saisonstation der ADAC GT Masters auf dem Sachsenring konnte Luca Stolz mit einer starken Performance überzeugen. So gelang es dem 20-jährigen Brachbacher im Qualifying die Pole Position zu erzielen. Mit den Rängen fünf und sieben konnte der Pilot des GRT Grasser-Racing-Teams zudem wichtige Punkte im Hinblick auf die Meisterschaft sammeln. Dennoch überwog am Ende die Enttäuschung über den Verlauf des Samstagsrennens.

„Wir waren hier auf dem Sachsenring mit unserem Lamborghini Huracán GT3 von Anfang an ganz vorne dabei. Am Samstag standen wir vor kurz unserem ersten Saisonsieg, leider kam jedoch während der Boxenstoppphase das Safety-Car auf die Strecke. Je nach Taktik haben dadurch einige Teams profitiert, andere jedoch deutlich verloren, so wie wir. Das ist natürlich extrem bitter und hat uns im Endeffekt den vermeintlichen Sieg gekostet“, ärgert sich Stolz.

Bis zu dem angesprochenen Zeitpunkt sah alles perfekt aus. Im Qualifying erwischte der Brachbacher eine perfekte Runde und konnte den Lamborghini Huracán GT3 des GRT Grasser-Racing-Teams mit einer Zeit von 1:19.570 min. auf die Pole Position stellen. „Die Zeiten im Qualifying waren sehr eng beieinander. Der Schlüssel war sicher, dass ich zweimal eine freie Strecke vorgefunden habe“, so Stolz, für den es seine zweite Pole Position in der ADAC GT Masters war.

Im Rennen konnte der 20-Jährige den ersten Startplatz direkt in die Führung ummünzen und einen Vorsprung auf die Konkurrenz herausfahren. Bedingt durch einige Safety-Car Phasen im ersten Abschnitt des Rennens schrumpfte dieser aber immer wieder auf ein Minimum zusammen. „Wir hatten gehofft, dass wir dann zumindest während der Boxenstopphase vom Safety Car verschont bleiben würden. Leider war dem jedoch nicht so und wir sind von Platz eins auf zehn zurückgefallen.“ Immerhin konnte Stolz Teamkollege Gerhard Tweraser (Österreich) im zweiten Teil des Rennens noch auf die siebte Position vorfahren.

Im zweiten Lauf war die Ausgangslage eine ganz andere. Von der 13. Startposition aus ging es für Luca Stolz und seinen Teamgefährten Tweraser ins Rennen. Nach einer fulminanten Aufholjagd stand am Ende ein toller fünfter Platz für das Fahrerduo zu Buche.

„Wir wussten, dass es vom 13. Platz aus im zweiten Rennen alles andere als einfach werden wird. Gerhard ist zudem beim Start noch von einem anderen Fahrzeug getroffen worden und hatte dadurch ein paar Positionen verloren. Doch er konnte sich danach prima vorkämpfen. Im zweiten Teil des Rennens konnte ich dann noch weitere Positionen gutmachen, sodass wir unter dem Strich mit dem fünften Platz sehr zufrieden sein können. Auch wenn also insgesamt deutlich mehr drin gewesen wäre, hat uns das ganze Wochenende in jedem Falle Mut gemacht für die nächsten Aufgaben. Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal an das gesamte GRT Grasser-Racing-Team, das wirklich einen hervorragenden Job gemacht hat“, so Stolz, der zugleich auch im Sonntagsrennen Platz zwei in der Junior-Wertung belegte.