Bei der fünften Saisonstation des ADAC GT Masters auf dem Nürburgring konnte Luca Stolz ein weiteres Ausrufezeichen setzen. So fuhr der 22-jährige Nachwuchspilot aus Brachbach auf einen starken dritten Platz im Gesamtklassement und konnte damit seinen zweiten Podiumserfolg in dieser Saison feiern. Den Grundstein zu diesem tollen Erfolg vor heimischer Kulisse legte Stolz mit einer Fabelzeit im Qualifying. Bei wechselhaftem Wetter sicherte er hier seinem Mercedes-AMG Team Zakspeed die Pole Position.

„Es fühlt sich sehr gut an, wieder auf dem Treppchen stehen zu können. Wir haben bei den letzten Rennen wirklich viel Pech gehabt und das Podium häufig hauchdünn verpasst. Umso schöner ist es, dass es hier bei unserem Heimrennen endlich wieder funktioniert hat“, freute sich Stolz, der zuletzt Mitte Mai in der Lausitz auf dem Podium gestanden hatte.

Schon der Auftakt ins Rennwochenende verlief für den Brachbacher hervorragend. Mit einer Rundenzeit von 1.27,414 min. stellte er den Mercedes-AMG GT3 zum zweiten Mal in diesem Jahr auf die Pole Position. Ein Kunststück, das noch nicht vielen Piloten in dieser Saison gelungen ist. „Wir haben im Zeittraining das richtige Händchen gehabt, denn ich bin gleich zu Beginn draußen auf der Strecke unterwegs gewesen und konnte diese Zeit fahren. Das war sicher der Schlüssel für die Bestzeit, denn im zweiten Teil der Session wurden wir vom Regen überrascht“, so Stolz, für den es die insgesamt fünfte Pole Position innerhalb des ADAC GT Masters war.

Im Rennen setzte der 22-Jährige dann alles daran, diese Position entsprechend zu verteidigen. Mit einem guten Start konnte Stolz zunächst auch das Beschleunigungsduell für sich entscheiden und als Erster in die Eingangsrechtskurve der Mercedes-Arena einbiegen. Beim Herausbeschleunigen aus der ersten Kurve hatte Stolz dann allerdings das Nachsehen. „Ich habe den Bremspunkt leider etwas zu spät gewählt und bin dadurch leicht ins Rutschen gekommen. Davon haben zwei Kontrahenten profitiert und konnten an mir vorbeiziehen.“ Trotzdem fand Luca Stolz danach schnell zu seinem Rhythmus und brachte gemeinsam mit seinem Teamkollegen Luca Ludwig den dritten Platz sicher ins Ziel. „Natürlich hätten wir gerne unseren ersten Saisonsieg geholt. Dennoch ist dieses Podiumsergebnis wieder ein toller Erfolg für das ganze Team“, schildert Stolz, der sich an diesem Tage auch den Sieg in der Junioren-Wertung sicherte.

Im Sonntagsrennen ging es zwar nur von Startplatz 15 aus los, doch die Mannschaft rund um Luca Stolz konnte sich mit einer beherzten Aufholjagd Stück für Stück weiter nach vorne arbeiten. Schlussendlich überquerte man auf dem elften Platz die Ziellinie. „Wir haben alles gegeben, um noch ein paar Punkte mitzunehmen. Durch unseren Erfolg am Vortag hatten wir allerdings Zusatzgewicht im Auto, was uns das Leben nicht gerade einfach gemacht hat. Unter dem Strich sind wir leider ganz knapp außerhalb der Top10 gelandet, was sehr schade ist. Wir nehmen jetzt die positiven Eindrücke aus dem ersten Rennen mit und freuen uns auf die nächste Veranstaltung am Sachsenring“, so Stolz.