Auf Luca Stolz wartete am vergangenen Wochenende eine ganz besondere Premiere. So nahm der Brachbacher erstmalig beim legendären ADAC Zurich 24h Rennen auf der Nürburgring Nordschleife teil. Zusammen mit seinen beiden Teamkollegen Dominik Farnbacher und Christopher Zöchling legte er vor rund 185.000 Zuschauern mit dem Lamborghini Huracán GT3 von Konrad Motorsport eine eindrucksvolle Performance an den Tag. Ein Unfall rund 2,5 Stunden vor Fallen der Zielflagge verhinderte allerdings ein Top-Ergebnis beim Langstreckenklassiker.

„Es tut mir unheimlich Leid für das ganze Team, das über das Wochenende hinweg einen exzellenten Job gemacht hat. Wir lagen trotz starker Konkurrenz fast durchweg in den Top 15 des Gesamtklassements, phasenweise sogar auf dem siebten Rang. Im Streckenabschnitt Hatzenbach ist mir allerdings 2,5 Stunden vor Ende leider ein kleines Missgeschick passiert. Ich bin auf regennasser Fahrbahn mit dem Fahrzeug auf die schmutzige Linie gekommen und mit dem Heck des Lamborghini in die Leitplanke eingeschlagen. Eine Reparatur war leider nicht mehr möglich, obwohl das Team noch alles versucht hatte“, schilderte Stolz kurz nach dem Unfall.

Bis zu diesem Zeitpunkt lief für ihn und Konrad Motorsport alles annähernd perfekt. Obwohl die Mannschaft zuvor nur zwei Testeinsätze vor dem 24h Rennen auf der Nürburgring Nordschleife absolvieren konnte, qualifizierte man mit starken Rundenzeiten im Zeittraining den Lamborghini Huracán GT3 für das Top30 Qualifying. Dort konnte Stolz Teamkollege Christopher Zöchling im Reigen der vielen GT3 Fahrzeuge einen beachtlichen 19. Startplatz erreichen.

Im Rennen wurde Luca Stolz teamintern die Ehre zu Teil, bei seinem allerersten 24 Stunden Rennen in der „Grünen Hölle“ den Startstint absolvieren zu dürfen. „Das war schon ein ganz besonderer Moment für mich. Ich bin nach meinem Stint wirklich mit einem breiten Grinsen ausgestiegen. Es war ein tolles Erlebnis, vor allem auch die ganzen Fans entlang der Strecke während der Einführungsrunde zu sehen. Diese Atmosphäre und Stimmung ist einfach grandios“, so Stolz weiter. Doch auch fahrerisch wurde dem Brachbacher in seinem Stint alles abverlangt. So sorgten Starkregen und Hagel für einige Turbulenzen auf der Strecke. Die widrigen Bedingungen sorgten sogar für eine rund dreistündige Unterbrechung des Rennens durch die rote Flagge.

„Ich hatte das Glück, zum kritischen Zeitpunkt bereits im Bereich Schwedenkreuz/Aremberg vorbei zu sein und konnte unser Fahrzeug sicher zur Box bringen. Doch auch nach dem Restart gab es immer wieder Phasen, in denen uns durch Regen und Nebel alles abverlangt wurde. Ich denke, an diesem Wochenende habe ich meine Feuertaufe in der „Grünen Hölle“ endgültig abgelegt“, so Stolz. Dank starker Rundenzeiten von ihm und seinen Teamgefährten arbeitete sich der Lamborghini Huracán GT3 immer weiter im Gesamtklassement nach vorne, zwischenzeitlich sogar bis auf den siebten Rang.

Einen ersten kleinen Rückschlag erlebte das Team rund um Luca Stolz gegen 7.30 Uhr am Sonntagmorgen. Ein Defekt am Kühler des Lamborghini Huracán GT3 sorgte für eine Reparaturpause von knapp 5 Minuten. Dennoch konnte man einen Platz unter den Top 20 des Gesamtklassements halten, bis der bereits angesprochene Unfall im Hatzenbach in der Endphase des Rennens das vorzeitige Aus für Konrad Motorsport bedeutete. „Die ganze Mannschaft hätte sich das gute Ergebnis redlich verdient gehabt. Schade, dass die Belohnung für die starke Leistung ausgeblieben ist“, so Stolz, für den nun der dritte Lauf zur ADAC GT Masters auf dem Lausitzring ansteht.