Lange sah es so aus, als könnte Luca Stolz mit einem wahren Traumergebnis in die neue Motorsportsaison starten. So lag der Brachbacher dank einer starken Performance mit dem Mercedes-AMG GT3 von BLACK FALCON beim 24-Stunden-Rennen von Dubai in Führung und hatte beste Aussichten im Kampf um den Gesamtsieg. Rund vier Stunden vor Ende wurde Stolz jedoch unverschuldet in einen Unfall verwickelt und musste das Rennen vorzeitig aufgeben.

„Es fällt echt schwer, hier die passenden Worte zu finden. Mir selbst ist beim Unfall zum Glück nichts passiert, aber natürlich sind wir alle extrem enttäuscht. Bis zu diesem Zeitpunkt haben wir ein nahezu perfektes Rennen absolviert und lagen an der Spitze des Feldes. Schade, dass unser Team für die tolle Arbeit unter dem Strich nicht belohnt wurde“, so Stolz, der sich das Cockpit bei den 24-Stunden von Dubai mit Khaled Al Qubaisi, Jeroen Bleekemolen und Manuel Metzger teilte.

Von Beginn an kam das Fahrerquartett auf dem 5,39 Kilometer langen Kurs glänzend zurecht. So gelang der Mannschaft auch in allen Trainingssessions der Sprung in die Top-4 des Gesamtklassements. Im abschließenden Qualifying stellte Stolz Teamkollege Jeroen Bleekemolen den Mercedes-AMG GT3 schließlich auf die zweite Startposition und bescherte dem Team BLACK FALCON damit eine ideale Ausgangsposition. Gerade einmal 0,030 Sekunden fehlten am Ende zur Pole Position.

Auch im Rennen sollte es an der Spitze des Feldes eng und turbulent zur Sache gehen. Ein Reifenschaden am Polesetter-Lamborghini führte dazu, dass das Team rund um Luca Stolz bereits in der ersten Rennstunde die Führung übernehmen konnte. „Der Auftakt war wirklich perfekt. Wir haben schnell in unseren Rhythmus hineingefunden und uns tolle Duelle mit der Konkurrenz geliefert. Einige Code-60-Phasen sowie die unterschiedlichen Tankstrategien haben im Anschluss dazu geführt, dass das Feld zeitweise wieder etwas durcheinander geworfen wurde.“

In der Nacht konnten Stolz und seine drei Teamkollegen die Führung jedoch wieder erfolgreich zurückerobern und den Vorsprung auf das zweitplatzierte Schwesterfahrzeug sukzessive ausbauen.

„Wir hatten die Fäden in der Hand, bis es zu diesem Unfall kam. Es war in meinen Augen eine Verkettung unglücklicher Umstände. In der Spitzkehre nach der Gegengeraden hatte sich ein Rückstau mit mehreren Fahrzeugen gebildet. Ich bin hier schon früh vom Gas gegangen, um vorausschauend zu fahren. Leider haben zwei andere Teilnehmer die Gefahrensituation offenbar zu spät erkannt, da sie im direkten Zweikampf waren. Eines der Fahrzeuge hat mich dann hinten am Heck getroffen. Der Schaden war zu groß, sodass wir das Rennen in Führung liegend aufgeben mussten. Trotz des vorzeitigen Ausfalles haben wir in Summe die meisten Führungsrunden des Rennens zurückgelegt. Das zeigt, wie stark wir wirklich unterwegs waren.“